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Chronik über uns

Feuerwache 1936

Die Gründung der Freiwilligen Feuerwehr St. Filippen 1892 bis heute

 alte Spritze

Wenn wir das Gründungsjahr unseres damaligen Feuerwehrvereins aus alten Aufzeichnungen ermiteln, stoßen wir auf die Geburtsstunde der Feuerwehr St.Filippen bei Reinegg im Jahr 1892. Eine Handvoll angesehener und beherzter Bürger des Ortes, Max SPANGARO, Voksschuldirektor, Paul KARLBAUER, Besitzer vlg.Koffenig, Simon SVETINA, Schmied, Holzhändler und Besitzer vlg.Achatz in Unterkrähwald, Aluis KARLBAUER, Besitzer vlg.Tomasche, Philipp RUTTNIG, Besitzer vlg.Mathois, haben sich aus zwingender Notwendigkeit und der Obsorge um den gesicherten Fortbestand des Ortes heraus zusammengefunden und auf der Grundlage der damals geltenden Feuerlöschordung vom Jahre 1825 eine örtliche " Feuerlösch-Vereinigung" - die Feuerwehr St.Filippen - ins Leben gerufen.

Leitete bisher vorwie­gend Max SPANGARO deren Ge­schicke, so wurde 1896 Paul LINDEN­WIRT Zimmermeister und Besitzer in St. Filippen, als erster Kommandant und Hauptmann erwählt.
Die Wehrleitung setzte sich aus dem 1 Hauptmann, seinem Stellvertreter, zwei oder mehreren Beiräten, den Leitmännern der feiwilligen Wehr­rotten, den Spritzenmeistern, dem Re­quisitenmeister, dem Säckelwart (Kas­sier) und dem Schriftwart zusammen. Die Mann­schaft war in Rotten unterteilt: die Steigerrotte, Spritzen- und Wasserrotte und die Schutzrotte. Jede dieser Abtei­lungen hatte ihren verantwortlichen Leitmann und ihre besonders zuge­dachte Aufgabe bei der Brandbekämpfung.
 
Es erfolgte die Anschaffung der ersten großen, so genannten „Knaustischen Wagenspritze". Diese war eine zweiachsige, für Pferdezug eingerichtete Handdruckspritze mit tiefhängendem Wasserkasten mit Saugwerk und einstrahligem Druck.
 
Obenauf war ein Bock­sitz für den Kutscher und den Leitmann angebracht. Mitgeführt wurden die Saugschläuche und ein Requisitenkasten. Die für den Betrieb erforderliche Pumpmannschaft betrug zehn his zwölf Mann. Die Wasserleistung betrug pro Minute maximal 180 Liter. Die Unter­bringung dieser Spritze erfolgte in einer aus Holz errichteten Hütte, die ihren Standort zwischen dem Anwesen vlg. Streicher und vlg. Tomasche hatte.

 

Im gleichen Jahr wurden die ersten Vereinsstatuten erarbeitet, die am 22. Mai 1896 vom k.u. k. Landespräsidenten und am 30. April 1896 vom Bürgermeister Huditz der Gemeinde Brückl genehmigt wurden.

Tragkraftspritze C 60 (1933)
lm Jahre 1933 wurde mit Unterstüt­zung, der Gemeinde Brückl und der Bevölkerung die erste Motorspritze C 60 ange­schafft und bei der Feuerwehr St. Filip­pen in Verwendung gestellt. Leistung 610 Liter/min. Dieses Gerät ist bis heute erhalten aber nicht mehr im Einsatz. Zur selben Zeit wurde von der Feuer­wehr Passering ein zweiachsiger An­hängewagen angekauft.

Schon nach den Jahren des zweiten Weltkrieges begann sich, bedingt durch die generelle Umstellung des Wehrwesens und der motorischen Aufrüstung unserer Feuerwehr, ein akuter Raummangel bemerkbar zu machen. Es fehlten ein zweckentsprechendes Gerätehaus. So kam es im Jahre 1952 unter dem Bürgermeister Franz OMAN und dem Kommandanten Anton KURATH zu einem Umbau des alten Gerätehauses, der im Jahre 1954 fertiggestellt wurde. Die Bevölkerung half dabei in unentgeldkichen Arbeitsstunden und in fianziellen Unterstützungen beispielhaft mit. Das fertiggestellte Gerätehaus umfaste im Erdgeschoss zwei Garagen mit einem Schlauchturm. Im ersten Geschoß wurde eine Wohnung für den Gerätewart bereitgestellt.
 
Im Jahre 1957 wurde unter dem Kom­mandanten Anton KURATH ein Löschfahrzeug. Marke Opel BLITZ, angeschafft und noch im gleichen Jahr feierlich eingeweiht. Als Patinnen fun­gierten die Besitzersgattinnen Scheriau aus Eppersdorf, Jaritz vlg. Bachveidl aus St. Filippen und Wogrin vlg. Jakitsch aus Krobathen.

Anton KURATH, als jüngster Feuerwehrkommandant von Kärnten, der diese Funktion von 1950 bis 1960 ausübte, übergab die Kommandantenstelle an den Landwirt Otto KLARER, der diese Funktion bis 1972 innehatte. Im Herbst 1972 wurde Josef SABLATNIG zum neuen Feuerwehrkommandanten gewählt. Kammeradschaftsführer wird Franz POLZER, Kassier Raimund KRIELAART und Schriftführer Felix DRAGY. Im März des Folgejahres wird August JANDL zum Kommandanten-Stellvertreter der Freiwilligen Feuerwehr St.Filippen gewählt.
 
Im Jahre 1971 wurden zwei UKW­ Handfunkgeräte der Marke ELIN an­gekauft. Da das alte Rüstfahrzeug, das noch ein Kriegsfahrzeug war, nicht mehr verkehrssicher war, wurden Anträge und Vorschläge an die Marktgemeinde Brückl zum Ankauf ei­nes neuen Rüstfahrzeuges gemacht. Im gleichen Jahr wurden die Be­ziehungen zur Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Saarbrücken BRD, und der Feuerwehr Grub AR aufgenommen. Erste Vermittler. die einen großen Bei­trag für die weiteren erfolgreichen ka­meradschaftlichen Beziehungen geleistet haben, waren für Saarbrücken der in St. Filippen weilende Sommergast Otto MÜLLER und für Grub der Kommandant Luis HOCHREUTENER.
 
Im Sommer des Jahres 1976 wurde eine neue Epoche in der Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr eingeleitet. Das neue Löschfahrzeug. Marke Mercedes Unimog, konnte feierlich der Be­stimmung übergeben werden. Im Jahre 1975 übernahm Ing.Christian WOGRIN die Funktion des Kameradschaftsführers. Noch im Jahre 1973 erhält die Feuerwehr St.Filippen eine neue Motorspritze. Die alte Motorspritze C60 war bereits 40 Jahre im Einsatz. Die neue Motorspritze, es war dies eine VW 75 Automatik mit einem 34 PS­ VW-Industriemotor, 750 Liter/min. Pumpenleistung und automatischer Ansaugvorrichtung, wurde feierlich eingeweiht.
 
Unter Kdt. Jakob Sablatnig kam es 1975 auf dem Ge­lände des damaligen Schulhofes zum Neubau eines Rüsthauses für die FF St. Filippen. Das Baumaterial hatte die Marktgemeinde zur Verfügung ge­stellt. Baumeister war die Marktge­meinde bzw. eine dafür geeignete Per­son, die die Voraussetzungen erfüllte . 1979 wurde das neue Rüsthaus seinen Bestimmungen übergeben. Zu diesem großen Ereignis waren auch unsere Feuerwehrkameraden aus dem Saar­land erschienen, um mit den St. Filipp­nern gemeinsam das große Einwei­hungsfest zu begehen. 1991/92 erfolgte abermals unter Kdt. Jakob Sablatnig ein Rüsthauszubau. Dieser war notwendig geworden, weil sich die Ausrüstung in den zurückliegenden Jahren ständig vergrößert hatte. Das neue Rüsthaus wurde 1992 von Bgm. OSR. Wolfgang Schaller feierlich übergeben. Zum 100jährigen Jubiläum waren alle Partnerwehren aus dem In.- und Ausland anwesend.
 
1999 wurde von der Gem. Brückl unter Bgm. Wolfgang Schaller ein modernes Tanklöschfahrzeug der FF St. Filippen übergeben. Kmdt. OBI Alfred Dielacher konnte nach der feierlichen Segnung die Fahrzeugschlüssel des TLF 1300 Mercedes Atego in Empfang nehmen. Damit wurde die Schlagkraft der Feuerwehr St. Filippen wesentlich erhöht und   für die Sicherheit der Bevölkerung in hohem Maße gesorgt.
 

 

 

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